Schiff zerlegt Brücke

(Bild: Shutterstock)

Autobahnbrücke in Baltimore liegt im Fluss

In der Nacht zum 26. März krachte in Baltimore, USA, ein 290 Meter langes Containerschiff in einen Brückenpfeiler. Die 2,5 km lange Fahrbahn der Francis-Scott-Key-Bridge riss auseinander und fiel in den 15 Meter tiefen Patapsco River.

Vor der Kollision war auf dem Frachter “Dali” der Strom ausgefallen. In dieser einen Minute verlor die Besatzung die Kontrolle über das Schiff und das Schiff selbst driftete aus der Fahrrinne. Die Lichter gingen zwar wieder an, doch da bewegte sich das Schiff schon auf den Brückenpfeiler zu.

Sie setzten einen Notruf ab. Dadurch konnte die 4-spurige Autobahnbrücke für Fahrzeuge gesperrt werden. Die Menschen, die auf der Brücke arbeiteten, konnten nicht mehr gerettet werden.

Auf der Fahrbahn befanden sich Straßenarbeiter, die den Bodenbelag der Brücke ausbesserten und Beton gossen. Als das Schiff den Pfeiler rammte, wurde der Boden unter ihren Füßen weggerissen. Autos und sogar ein Betonmischer stürzten hinab. Und mit ihnen 8 Menschen.

2 Menschen konnten lebend aus dem reißenden Fluss gerettet werden. Die Suche nach den anderen gab man nach großen Mühen auf.

Die Kollision weckte die Anwohner und Anwohnerinnen. Sie war hörbar und brachte die Wände zum Wackeln. Die Trümmerteile des Pfeilers krachten auf das Schiff, begruben es unter sich und setzen es fest, bis heute. Von der 21-köpfigen Crew wurde niemand verletzt.

Die Besatzung darf sich seit über einem Monat angucken, was ihr Schiff angerichtet hat: die Überreste der Brücke, den lahmgelegten Schiffsverkehr und die Rettungs- und Bergungsaktionen. Das Chaos, das der Zusammenstoß ausgelöst hat.

Was sie nicht sehen, sind die Probleme für die Lieferkette der gesamten US-amerikanischen Wirtschaft. Denn Baltimore gilt als die wichtigste Verkehrsader in der Gegend und verteilt unverzichtbare Waren im Rest des Landes.

Das Schiff wird bald von den Trümmern befreit. Dann erst kommt die Besatzung an Land und kann befragt werden. Das Schiff wird aus dem Weg geschafft, so dass zumindest der Schiffsverkehr wieder fließen kann.

Wer die Schuld an der ganzen Sache trägt, diese Frage steht noch aus.

War es die Schuld der Crew, die sich an Bord befand? Die Schuld der Chartergesellschaft Synergy, der das Schiff gehört? Oder von Maersk, die das Schiff gechartert hatten?

 

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